Weiße und schwarze Magie gibt es nach der Auffassung von uns im Lyceum nicht.
Magie ist ein Werkzeug, das gewisse Möglichkeiten bietet, selbst aber weder gut noch schlecht ist.
Natürlich gibt es aber immer Menschen mit guten oder bösen Absichten,
und deshalb gibt es Magier, von denen einige rücksichtlos agieren und nur auf ihren Vorteil bedacht
sind. Diese kann man vielleicht als Schwarzmagier bezeichnen. Dann wären wir,
die sich an ein paar grundlegende Regeln des Zusammenlebens auf dieser Welt halten,
halt Weißmagier.
In der Fellowship of Isis gilt die Regel, dass der freie Wille aller Lebewesen zu respektieren
ist. Meine Studentinnen waren schon zu Zeiten des Medusa Iseums oft überrascht, als ich ihnen
erklärt habe, dass ein vermeintlich harmloser "Liebeszauber" in dieser Hinsicht nicht in Ordnung ist (kann man mal drüber nachdenken, warum!).
Grundsätzlich gilt für uns, dass jede und jeder, der an Treffen und Ritualen teilnimmt, sich
jederzeit sicher fühlen kann und niemand etwas mitmachen muss, was sie oder er nicht will.
Rituale sind nicht fest verbindlich, sondern können an die Bedürfnisse aller angepaßt werden.
Sie sind nicht "gottgegeben", sondern wurden von inspirierten Menschen aufgeschrieben.
Der freie Wille wird übrigens auch bezüglich nichtkörperlicher Wesen respektiert.
Es ist nicht in Ordnung, eine Fee, ein Elementarwesen oder einen Geist zu bannen und zu bestimmten
Dienstleistungen zwingen zu wollen.